"Pädagoginnen sehen sich heute mit einer Vielzahl von Aufgaben und Anforderungen konfrontiert."

In der farbenfrohen Sprache Reggios klingt das so: „Eine Pädagogin ist jemand, die mit den Kindern sehen lernt. Die Hände der Pädagogin greifen nicht ein, nicht beschleunigend, nicht belehrend, nicht verbessernd. Aber sie geben dem Kind emotionale Sicherheit und Anteilnahme.“ 

Die Persönlichkeit der Pädagogin und professionelles Handeln gehören untrennbar zusammen

Ihre eigene Biografie, die sie geprägt hat fließt in ihre pädagogische Arbeit mit ein. Es ist uns daher wichtig, die eigene Haltung hin und wieder zu reflektieren und zu hinterfragen. Jede Mitarbeiterin hat vor allem ihre Schatzkiste, mit der sie die Qualität unserer pädagogischen Arbeit, Lernanregungen,...bereichert. Unsere grundlegende Aufgabe sehen wir darin, die Kinder in ihrer Entwicklung und ihrem Selbstbildungsprozess bestmöglich zu unterstützen. 

 

Rolle der Pädagogischen Fachkraft

  • Planung und Gestaltung der pädagogischen Arbeit
    • wir initiieren Lern- und Bildungsprozesse und beteiligen uns aktiv
    • wir nehmen Kinder mit ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen und Gefühlen ernst
    • wir stehen dem Kind dort bei, wo es an seine Grenzen stößt, und halten uns zurück, wo es seiner Selbstständigkeit in einem sicheren Rahmen Ausdruck verleihen kann
    • Beziehungsfähigkeit und Sensibilität für die Ausdrucksformen und Gefühle jedes einzelnen Kindes sind unsere Basis der individuellen Bildungsbegleitung
  • Beobachtung und Dokumentation

    • wir versuchen die Fähigkeiten und Interessen einzelner Kinder kennen zu lernen und ihren Entwicklungsstand einzuschätzen 

    • Schritt für Schritt gehen wir der Frage nach: “Was braucht das Kind jetzt?“

  • Arbeit in Projekten
    • wir schaffen Erfahrungsräume, je nachdem, was die Kinder/Gruppe aktuell interessiert

    • dabei sind wir nicht nur Wissende, sondern auch selbst Forschende und Lernende

    • Raumgestaltung und Materialausstattung

    • wir schaffen Freiräume für eigenständige und kreative Aktivitäten des Kindes/der Gruppe

  • Reflexion
    • Die Reflexion des eigenen Handelns im Sinne lebenslangen Lernens trägt zur Weiterentwicklung der eigenen Professionalität bei

    • Die Reflexion der Bildungsprozesse nach Kenntnis aktueller Forschungsergebnisse aus Pädagogik, Psychologie und Soziologie sowie Grundlagenwissen zu den verschiedenen Bildungsbereichen fließen in unsere pädagogische Arbeit ein

  • Elternarbeit – Tür- und Angelgespräche, Entwicklungsgespräche,… 

    • Wir respektieren Mütter und Väter als Expertinnen und Experten für ihre Kinder und kooperieren mit den Familien der Kinder im Sinne einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft 

    • Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Kinder und ihrer Familien sind uns bewusst, weshalb  es uns ein Bedürfnis ist,  sensibel und respektvoll damit umzugehen

Aufgaben der Assistentin/des Assistenten (Stützkraft)

  • Mitarbeit bei der Erziehungs- und Bildungsarbeit

  • Vertretung der gruppenführenden Kindergärtnerin

  • Teilnahme an Teambesprechungen

  • Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen

  • Reinigung des Kindergartens

  • Anleitungen der gruppenführenden Pädagogin und der mobilen Sonderkindergärtnerin aufnehmen und ausführen (z.B. Handling, spezifische didaktische Hilfen)

  • Pflegerische Tätigkeiten ausführen

Mitarbeiter und Mitarbeiterinin der Lernwerkstätte

In unserem Kindergarten gibt es unterschiedliche Werkstätten in denen die zuständigen Verantwortlichen mit folgenden Aufgaben betraut sind:

  • Vorbereitete Umgebung in der Werkstatt
  • Erstellen der Raumregeln
  • Gestaltung des Raumes
  • Einführung des Spiel- und Arbeitsmaterials
  • Ansprechpartner

Leitungsaufgaben

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Schlüsselqualifikationen für die Pädagogin

„Schlüsselqualifikationen sind erwerbbare allgemeine Fähigkeiten, Einstellungen und Wissenselemente, die bei der Lösung von Problemen und beim Erwerb neuer Kompetenzen in möglichst vielen Inhaltsbereichen von Nutzen sind, so dass eine Handlungsfähigkeit entsteht, die es ermöglicht, sowohl individuellen als auch gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden.“ (Orth 1999: 107)

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