Kinder haben Rechte – das Recht auf Überleben etwa, auf Bildung, auf Beteiligung an wichtigen Entscheidungen, auf Schutz vor Missbrauch und Gewalt. Wer würde dem widersprechen wollen. Die Konvention geht von einem Menschenbild aus, das Kinder nicht einfach als unmündige, unfertige Wesen sieht, die der Verfügungsgewalt ihrer Eltern oder eines Staates ausgeliefert sind. Wie jedem Menschen, so sind auch jedem Kind auf dieser Welt individuelle Rechte eigen. Erziehungsberechtigte und staatliche Stellen haben ihre Interessen stellvertretend zu wahren und zu schützen. 

(Quelle: "Deutschen Komitee für UNICEF Bereich Grundsatz und Information Text: Achim Schmitz-Forte")

 

Es ist nur eine Seite der Medaille, eine pädagogische, werteorientierte Grundhaltung zu formulieren, wenn nicht andrerseits jeder Mensch das Recht auf Bildung, Schutz, Frieden,...u.v.m. hätte. Das bedeutet für jeden Menschen (Eltern, Pädagogen,...), dass er die Verpflichtung hat, sein Handeln immer wieder zu reflektieren, ob er seiner Verantwortung diesbezüglich gerecht wird.

Unser Team hat sich folgende Rechte aus der UN Kinderechtskonvention ausgewählt, als Kompass für unseren täglichen, achtsamen Umgang mit Kindern:

  1. Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Kein Kind darf benachteiligt werden
  2. Das Recht, die eigenen Bedürfnisse im Sinne einer gesunden Entwicklung zu entfalten. Die pädagogischen Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen sind in erster Linie dem Kindeswohl verpflichtet und haben einen Schutzauftrag. In Fällen von Kindeswohlgefährdung wird die Kindertageseinrichtung tätig.
  3. Das Recht zu forschen und zu experimentieren und vielfältige Erfahrungen zu machen.
  4. Das Recht, sich als Person auch gegen Erwachsene oder andere Kinder abzugrenzen (”Nein-Sagen” können).
  5. Kinder haben das Recht bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, was sie denken.
  6. Kinder haben das Recht zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein.
  7. Das Recht auf Spielen und darauf, sich die Spielkameraden selbst auszusuchen.
  8. Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung.
  9. Behinderte Kinder haben das Recht auf besondere Fürsorge  und Förderung, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können.
  10. Das Recht auf einen individuellen Entwicklungsprozess und eigenes Tempo dabei.