Forscherraum

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Was heißt forschendes, entdeckendes Lernen?

Lernen heißt  nicht, dass Kinder etwas glauben oder zugeben müssen, weil wir Erwachsene es ihnen beweisen können und „alles besser wissen“. Einer Sache auf den Grund gehen wollen oder eine Frage zu formulieren setzt voraus, dass ein Ereignis oder ein Anlass die Motivation speist, sich auf den Weg zu machen um etwas herauszufinden, zu erkunden, wahrzunehmen, zu bemerken, zu ergründen, zu er forschen, zu enträtseln, zu entdecken, zu gestalten! Damit Kinder lernen bräuchte es keine eigenen Räume, sondern eine Atmosphäre in der Fragen zu tausend Wundern dieser Welt Platz haben und erwünscht sind. Eine Forscherwerkstatt sollte das ganzheitliche Lernen mit Kopf, Herz und Hand ermöglichen.

Ritual - Gemeinsam Beginnen:

Lied: Wer will die besten Forscher sehen?

Frage: Wisst ihr schon, was ihr heute entdecken wollt?

Hitliste:
  • Dauerbrenner „Pommel“ wickeln – beruhigende Arbeit,  Farben kombinieren (Ästhetik) und Emotionen zum Ausdruck bringen – Lieblingsfarbe von Opa und Oma, Auge- Hand Koordination, kreatives Gestalten mit Pommeln (Spielzeug für die Katze, ,…) Konzentration und Ausdauer, 
  • Feuerdiplom – der sichere und verantwortungsvolle Umgang mit dem Streichholz vermeidet Gefahren
  • Schreibmaschine schreiben – „ein A ist ein Ä mit zwei Punkten darüber“ – Spuren hinterlassen und (Schrift)Symbole kennenlernen ist ein Grundbedürfnis
  • Künstlerische Gestaltung – Erfahrung mit verschiedenen „Schreibwerkzeugen“ sammeln (Pinsel, Feder, Finger…)
  • Erkenntnisse über Physik und Chemie – Wasser hat verschiedene Aggregatzustände  Eis, Dampf…
  • Technik - Geräte zerlegen – Fragen führen zu weiteren Fragen
  • Werkzeug benutzen – spitze Scheren, Mörser, Schraubenzieher
  • Experimente mit Licht, unterschiedlichen Lichtquellen in Kombination mit Farben, Sand,...
  • Es gibt keinen Müll – aus der „Kaputtwerkstatt“ entsteht wieder Neues
  • Rollenspiele ergeben sich aus der täglichen Situation, wo alle Aktivitäten zu einem gemeinsamen „Spiel“ führen (Handy, Büro, „Kaffee“ austeilen,...)
  • Leseecke mit gemütlicher Couch und interessanten Sachbüchern, Geschichten und Bilderbüchern

Die Aufgaben der Erzieherin

  • Sie sorgt für eine „Forscher“Athmosphäre durch übersichtliche und strukturierte Angebote
  • Ein sicheres Umfeld ermöglicht die Exploration
  • Bilder und Bücher, sowie Impulse durch neue und interessante Angebote werden kommentarlos bereit gestellt

 

 

„Das Kind ist ein Forscher.

Es stellt sich Problemen und löst sie.

Es ist fähig, selbst zu lernen.“

Loris Malaguzzi