Der Werkraum – Kreativraum

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Die künstlerischen Konstruktionen und Werkstücke aus dem Kreativraum stehen in der Auffassung mancher Eltern ganz oben auf der Hitliste der „sichtbaren Ergebnisse“ aus unserem Kindergarten. Sie verstehen wahrscheinlich, mit welcher Intensität die Kinder ihre Ideen und Fantasien aus ihrer Erlebnisschatzkiste verwirklichen. Einerseits lassen sich die Kinder von dem wohlvorbereiteten und sehr übersichtlich strukturierten Umfeld inspirieren, und andrerseits verlangen ihre inneren Bilder nach Ausdruck.

Der Werkraum bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten für ihre handwerkliche Tätigkeit. Handwerkliche Fertigkeiten wiederum sind die Grundlage für alles produktive und künstlerische Arbeiten! Jedes Vorhaben stellt die Kinder vor spezielle Herausforderungen, die sie mit den gegebenen Bedingungen und ihren Fähigkeiten zu bewältigen versuchen müssen. Feinmotorische Fertigkeiten, Auge-Hand Koordination, Geschicklichkeit im Umgang mit Werkzeug,  sind Lernkompetenzen, welche die Kinder in diesen Prozessen entwickeln – um nur einige zu nennen.

Was heißt hier kreativ
  • freies Gestalten, Formen, Malen und Werken mit allen Materialien, die den Kindern in übersichtlichen Regalen in transparenten Boxen zur Verfügung stehen (Papier, Holz, Stoffe, Wolle ,Naturmaterialien „Müll“,...)
  • Geschicklichkeit und Fertigkeiten im Umgang mit richtigem Werkzeug entwickeln (Hammer, Sägen, Heißkleber,..)
  • Erleben, wie sich Materialien zueinander verhalten (z.B. Was klebt, wie bleibt eine Konstruktion stabil,...)
  • Materialerfahrungen machen und zum Ausdruck bringen (weich, hart, kalt, spitz,...)
  • Farben erleben, die eigene Lieblingsfarbe entdecken, Farbnuancen wahrnehmen
  • Eigene und Werke der anderen als Ausdruck von Empfindungen und Erlebnissen wertschätzen
  • Erfolg erleben
  • Eigene Werke präsentieren, über Funktion, künstlerische Werke, Bilder,... erzählen und das Interesse und die Wertschätzung der anderen erleben 
Es gibt Regeln
  • Achtsam arbeiten (Platzwahl, Verletzungen vermeiden,…)
  • Kinder helfen sich gegenseitig
  • Warten, z.B. bis eine Werkbank frei ist, der Heißkleber zur Verfügung steht,..
  • Aus den gekennzeichneten Regalen darf man alles nehmen
  • Manche Materialien sind begrenzt verfügbar (Heißkleberpatronen,...)
  • Jedes Kind räumt seinen Platz auf (Pinsel waschen, Schürzen aufhängen, Materialien wieder einordnen, Kleber auffüllen...)
  • Wenn etwas fehlt, sortieren die Kinder selbst nach, oder bringen von zu Hause „Nachschub“ (Deckel, Holz, Dosen,...)
  • Werkzeuge müssen instand gehalten werden, kleinere Reparaturen  übernehmen die Kinder (Sägeblatt austauschen,..) 
Die Aufgaben der Erzieherin/des Erziehers
  • Sie sorgt für Sicherheit und schätzt ein, welche Fähigkeiten und handwerklichen Fertigkeiten die Kinder bereits haben und wo sie Unterstützung brauchen
  • Sie sorgt für Struktur und vielfältige Angebote
  • Sie gibt Impulse, präsentiert Bilder von Künstlern, Bauwerken, .... ohne Aufträge zu erteilen!
  • Sie ermutigt schüchterne Kinder den Raum zu erkunden